Fotografieren
Kaum ein Hobby ist so verbreitet wie das Fotografieren. Mit kaum etwas anderem, vielleicht noch mit der Malerei, kann man Emotionen, Gesichter und auch Gefühle bannen und für die Nachwelt festhalten.
Es gibt in der Welt der Fotografie eigentlich für jeden etwas. Für den Schnappschuss-Fotografen, für den Laien, für den Familienbild-Knipser und für den Künstler. Der Markt ist unübersehbar groß an Geräten, Kameras und Zubehör. Dank der Digitalfotografie ist das Hobby auch für viele interessant geworden, die gerne fotografieren und die Bilder auch selber nachbearbeiten möchten. Früher brauchte man dafür schon eine eigene kleine Dunkelkammer, wo heute nur noch ein PC reicht. Und in fast jedem Haushalt steht ja schon ein PC.
Wer hatte nicht schon mal den Gedanken gehabt, seine Liebste oder Liebsten, in den eigenen vier Wänden so abzulichten, wie man es sich schon immer mal vorgestellt hat. Akt, Erotik oder was anderes…??? Der Fantasie stehen in der Welt der Fotografie keine Grenzen im Weg.
Natürlich sagen jetzt viele, um einigermaßen gute Bilder machen zu können braucht man schon etwas an Zubehör und Ausrüstung, dass ist soweit richtig, aber wer sagt denn, dass man für die ersten gehversuche sich gleich Profi Equipment anschaffen muss??
Für ein improvisiertes Fotostudio Zuhause braucht man nicht viel.
Zum einen braucht man eine gute Digitalkamera mit der man sich schon auskennen sollte. Wenn man selber keine hat, ruhig mal in der Familie oder bei Freunden fragen ob man sich nicht mal eine leihen kann.
Für den Hintergrund reichen auch schon alte Bettlaken aus. Weiße Laken eignen sich wunderbar um Ecken oder Bilder an der Wand, Regale usw. zu verstecken.
Wenn man ein Laken besitzt was nicht ganz weiß ist, sondern Beige oder in anderen Farben, kann man diese auch wunderbar für Farbspiele und andere Motive verwenden.
Dann noch evtl. ein paar schöne Kissen auf den Boden legen und schon hat man ein kleines privates Fotostudio.
Um das richtige Licht zu haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Baustellenstrahler aus dem Baumarkt eignen sich nicht ganz so gut dafür. Sie spenden zwar genug Licht, werden aber auch sehr heiß und es kann schnell zu bösen Überraschungen kommen.
Energiesparlampen (nur das Leuchtmittel) aus dem Fachgeschäft sind genau richtig für solche Zwecke. Bei den meisten Lampen steht auf der Verpackung die Farbtemperatur drauf. Am besten eignen sich Lampen mit einer Farbtemperatur von 6500K (Kelvin). Das kommt dem Tageslicht sehr nahe. Es kann natürlich das Tageslicht nicht ersetzen, aber für die Fotografie ist es genau richtig, weil die Farben so natürlich wie möglich rübergebracht werden. Wer keine passende Lampe hat um diese Energiesparleuchte einzuschrauben, sollte mal bei dem schwedischen Möbelhaus vorbeischauen. Dort gibt es für recht kleines Geld div. Lampen die für die einen oder anderen Zwecke gut ausreichen. Wenn man dann noch den Lampenschirm mit Aluminiumfolie auskleidet, hat man sogar noch eine etwas bessere Lichtausbeute.
Damit das Licht dann nicht zu grell ist, kann man auch noch Seidenpapier vor die Lampe kleben. Somit wird das Licht etwas Diffus, weicher. Im Internet findet man auch Bastelanleitungen für eine Softbox die man für solche Lampen oder auch für den Blitz der Kamera verwenden kann.
Achtung: Papiere sollte man nur bei den Energiesparlampen oder speziellen Fotolampen machen, da diese nicht so viel Energie abgeben und somit nicht zu heiß werden. Macht das nicht bei den Baustellenstrahlern oder bei anderen Lampen! Die werden zu heiß für diese Zwecke… Brandgefahr.
Die Lampen kann man auch mit dem vorgeschriebenen Abstand, steht auf den Lampen drauf, gegen die Decke oder Wand richten, somit wird das Licht indirekt und auch weicher. Bei dieser Methode sollte man aber auch auf die Richtige Belichtungszeit achten, da sonst die Bilder zu dunkel werden.
Als Reflektor kann man auch wunderbar Rettungsdecken verwenden. Die kosten nicht viel und wenn man diese auf ein Stück Pappe oder einer Styroporplatte anbringt, hat man für kleines Geld einen schönen Reflektor um das Model von beiden Seiten zu beleuchten oder mit Licht und Schatten zu spielen.
Um die höchstmögliche Farbgenauigkeit zu erlangen, sollte man immer einen Weißabgleich machen. Einige Kameras können das automatisch und bei anderen muss man es manuell einrichten. Für Kameras die es automatisch machen, oder können, sollte man sich für diese Zwecke eine sog. Graukarte im Fachgeschäft zulegen. Mit dieser Graukarte kann man mit der Kamera am besten einen Weißabgleich machen. Wenn man diesen Weißabgleich nicht macht, kann es passieren, dass die Bilder bei Innenaufnahmen rötlich bis orangefarbig werden oder einen Blaustich bekommen, z.B. bei Weißem- oder bei Tageslicht. Vielen Bilder die mit einer Digitalkamera bei Tageslicht gemacht und wo der Weißabgleich nicht durchgeführt wurde, sind meistens Blaustichig.
Auch ein Filter kann gute Dienste leisten. Einfache Skylightfilter reichen meisten schon aus und bringen die Farben auch noch mal besser und natürlicher auf das Bild. Ein weiterer Vorteil bei Filtern, die Linse wird vor Staub und Fremdkörpern geschützt.
Wenn man sich soweit eingerichtet hat, kann man anfangen zu fotografieren.
Bei der Digitalfotografie kann man auch nicht sehr viel falsch machen. Wenn mal ein Bild daneben gegangen ist, kann man das gleich sehen und sofort löschen und das Motiv wiederholen. Bei der analogen Fotografie ist das ja leider nicht möglich, da man erst den Film entwickeln muss. Ansonsten kann man fotografieren bis der Speicher voll ist.
Wenn man dann noch etwas mit Licht und Schatten spielt, kann man aus Akt-Fotografie auch schöne erotische Kunst machen. Das eine oder andere Seidentuch leicht um die Hüften geschwungen oder die eine oder andere Liebesfessel oder Augenmaske mit dazu genommen und schon hat man schöne erotische Bilder. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und alles ist erlaubt, solange es beiden Partnern Spaß macht.
Wie man unschwer erkennen kann, kann man mit etwas Ideenreichtum und Improvisation sein eigenes Heim in ein kleines Fotostudio umwandeln und auch schon mal das eine oder andere Bild von seinem Liebsten für die Nachwelt festhalten.

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